AAE Free Flyte Magnetic Elite – Montage und Grundeinstellung

Diese selbstständig verfasste deutsche Begleitanleitung gilt nur für die AAE/Cavalier Free Flyte Magnetic Elite Pfeilauflage. Sie gilt nicht für die einfachere Free Flyte, die Free Flyte Micro oder deren Ersatzdrähte. Das einseitige AAE-Originalblatt „Free Flyte Elite“ mit seiner Teilezeichnung ist bei Montage und Einstellung maßgeblich; dieser Text ist keine autorisierte Vollübersetzung.

Produkt und Voraussetzungen

Der zugehörige Shopartikel ID 1213, SKU P-101213 hat genau zwei öffentliche Varianten: LH 101213-1012 (Shop-ID 8240, JVD-Herstellercode CVCAR392) und RH 101213-1024 (Shop-ID 8241, JVD-Herstellercode CVCAR394). Vor Beginn Handseite, Bogenaufnahme, Gewinde, Freiraum im Bogenfenster und tatsächlich beiliegende Teile abgleichen. Die aktuelle AAE-Produktseite zur Free-Flyte-Familie verlangt für die Elite ausdrücklich einen passenden Plunger/Button; er ist kein optionaler Ersatz für die Feineinstellung.

Das Original zeigt Befestigungsbolzen, Montagewinkel, Pfeilauflagearm, Schwenkblock, Magnetträger, umkehrbaren großen Magneten und eine zusätzliche Schnellwechselaufnahme. Ob alle dort abgebildeten Zubehörteile im konkreten Lieferumfang liegen, vor der Montage am eigenen Produkt prüfen. AAE beschreibt die Elite als Fingerauflage für Ziel- und Jagdbögen; daraus folgt keine pauschale Passfreigabe für jedes Mittelteil. Bohr- oder Gewindearbeiten, die AAE als alternative Direktbefestigung erwähnt, nur durch eine qualifizierte Werkstatt und nach Freigabe des Bogenherstellers durchführen lassen.

Montage und Einstellung

  1. Sichere Ausgangslage herstellen. Pfeil entfernen, Bogen sicher ablegen und die Anleitung des Bogens sowie des verwendeten Plungers hinzunehmen. Die passende LH- oder RH-Ausführung am Bogenfenster prüfen. Beschädigte Schrauben, Gewinde oder Magnete nicht einbauen.
  2. Auflage befestigen. AAE beschreibt die Montage mit dem mitgelieferten Bolzen und einem Cushion-Plunger. Die separate Schnellwechselaufnahme wird laut Original mit zwei 6-32-Schrauben befestigt. Nur eine zur tatsächlichen Bogenaufnahme passende Befestigungsart verwenden; lose oder widerständige Gewinde nicht erzwingen. Das Blatt nennt keinen Drehmomentwert.
  3. Erst die Seitenlage, dann den Arm einstellen. Die Auflage zunächst horizontal zum Pfeil und Plunger ausrichten. Der nach innen geklappte Arm soll nach AAE flach am Bogenfenster liegen. Sein leicht gebogenes Ende hält den Pfeil gegen Plungerspitze bzw. Spine-Punkt. Für größere Armkorrekturen nennt AAE die Klemmschraube im Schwenkblock; kleinere Korrekturen erfolgen über die Nylon-Stellschraube. Nicht mehrere Stellgrößen zugleich ändern.
  4. Magnetträger feinjustieren. Die obere Innensechskantschraube nur so weit lösen, wie zur seitlichen Verschiebung des Magnetträgers nötig, die gewünschte Lage prüfen und danach wieder sichern. Anschließend Armbewegung und Pfeilfreigang ohne Schuss kontrollieren. Das Original gibt keine universelle Zenterschuss- oder Magnetabstands-Zahl vor; diese Einstellung ist vom konkreten Bogen, Pfeil und Plunger abhängig.

Zwei Magnet-Funktionsweisen

Ab Werk ist der umkehrbare große Magnet laut AAE so eingesetzt, dass er den Magneten im Schwenkblock abstößt. Der Arm arbeitet dann als Flipper. Wird der große Magnet gemäß Original umgedreht, soll der Arm beim Ablass nach innen ausweichen: Dazu den Arm vor dem Auflegen des Pfeils nach außen ziehen; das Pfeilgewicht hält ihn bis zum Abschuss außen. Die Herstellerzeichnung zur Lage des großen Magneten vor dem Umstecken prüfen. Nicht aus der bloßen Handbewegung auf die richtige Magnetpolung schließen; nach jeder Änderung den Bewegungsweg sicher und ohne Pfeilabschuss kontrollieren. Wenn der Arm klemmt oder den Pfeil nicht zuverlässig trägt, nicht schießen.

Kontrolle und Quellen

Vor jedem Einsatz festen Sitz der Auflage, des Plungers, des Magnetträgers und des Arms sowie freien Weg von Schaft und Befiederung prüfen. Wenn die Pfeillage wandert, zuerst Verschraubung und Plunger prüfen, dann Seitenlage und Armposition einzeln nachstellen. Bei beschädigtem Arm, lockerer Schnellwechselaufnahme oder unklarer Magnetfunktion die Auflage nicht verwenden und fachkundig prüfen lassen. Eine feste Wartungsfrist oder allgemeine Schraubendrehmomente nennt das Herstellerblatt nicht.

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